Und trotzdem tun es so viele von uns.
Im Stillen. Alleine.
Mit einer Fingerkuppe übers Kinn fahren. In jedem Moment, wo man kurz unbeobachtet ist. Im Büro, wenn der Kollege das Zimmer verlässt. Im Café, während man auf die Bestellung wartet. Im Aufzug, wenn die Türen zugehen.
Und in den Momenten, die die schönsten sein sollten: wenn man verliebt ist, wenn jemand nah ist. Man ist mit dem Körper da und gleichzeitig ganz woanders. Im Kopf läuft die ganze Zeit nur ein Gedanke: Spürt er etwas? Sieht er etwas? Ausgerechnet dort, wo bei Frauen eigentlich nichts sein sollte?
Immer dieselbe Berührung. Immer dieselbe Angst.
Und dann, manchmal, das Schlimmste: nicht nur Stoppeln, sondern dieses eine Haar. Das irgendwann übersehen wurde und seitdem einfach weitergewachsen ist. Man spürt es unter der Fingerkuppe, und in diesem Moment dreht sich alles nur noch um dieses eine: Hat das jemand gesehen?
Im Sommerurlaub die Frage, die jeden Morgen da war, bevor der Tag überhaupt angefangen hatte: Rasierst du dich jetzt, gehst dann an den Strand, ins Meer, und hast danach Schmerzen, Rötungen, Pusteln, die tagelang bleiben? Oder abends rasieren, und morgen früh Stoppeln haben?
Es gab keine Wahl zwischen gut und schlecht. Es gab nur die Wahl zwischen schlecht und noch schlechter.
Ich weiß das. Weil es meine Geschichte ist.
Ich bin Halbitalienerin: deutsche Mutter, neapolitanischer Vater. Wer mich sieht, sieht zuerst das Deutsche: sehr helle Haut, blaue Augen, nichts verrät den Süden. Außer meinen Haaren. Auf dem Kopf: wahnsinnig viele, dicke, lockige Haare. Und am Körper genau das Gleiche: viele, dicke, dunkle Haare.
Mit Beginn der Pubertät wurde aus einem Unterschied eine Qual. Beinhaare so stark wie die eines Mannes. Bikinizone. Innerer Oberschenkel. Kinn. Ich konnte mich morgens rasieren und hatte abends bereits wieder sichtbare Stoppeln.
"Ich lebte mit einem Geheimnis, das jeder sehen konnte, und über das ich nie gesprochen habe. Nicht weil es verboten war. Sondern weil die Scham lauter war als alles andere."
Mit 17 empfahl mir mein Gynäkologe gezielt eine sehr stark dosierte Pille, als medizinische Lösung, um meinen starken Haarwuchs einzudämmen. Die Pille wurde mittlerweile seit Jahren vom Markt genommen, weil sie schwerwiegende Nebenwirkungen hatte. Meine Mutter warnte mich nach einem Monat. Ich hörte nicht hin. Nach sechs Monaten hatte ich 20 Kilo zugenommen. Und kein einziges Haar weniger.
Ich habe Enthaarungscremes versucht, die meine Haut irritiert haben. IPL-Geräte zuhause, die nichts gebracht haben. Einen Dermatologen, der mit Laser arbeitete. Ohne Ergebnis.
Jede Enttäuschung saß tiefer als die vorherige. Nicht weil ich das Geld verloren hatte. Sondern weil ich wieder gehofft hatte. Und wieder verloren hatte.
Wenn du das kennst, dieses zögernde Hoffen bevor du etwas Neues ausprobierst, dann weißt du genau, wovon ich rede.
Ich war in Eile. Ein Telefontermin hatte sich hingezogen, keine Zeit mehr geblieben. Schnell aus dem Haus, ins Auto, bloß nicht zu spät am Kindergarten.
Erst auf der Fahrt dorthin merkte ich es. Den Schal. Ich hatte vergessen, ihn umzubinden.
Auf dem Rückweg saß meine Tochter in ihrem Kindersitz neben mir. Vier, vielleicht fünf Jahre alt. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie sie mich anschaute. Immer wieder. Ein Kind in einem Kindersitz sitzt tiefer, schaut von unten nach oben. Ich spürte diesen Blick.
Dann fiel der Satz. Ohne böse Absicht, ohne zu ahnen, was er auslöst. So wie Kinder eben fragen.
Ich weiß, dass sie mich liebt. Egal was. Aber in diesem Moment wurde mir klar: Du kannst noch so sehr versuchen, es zu verbergen. Es wird immer den Moment geben, in dem es jemand bemerkt. Jederzeit. Überall.
Ich begann, mich intensiv mit der Technologie der dauerhaften Haarentfernung zu beschäftigen, nicht als Kundin, sondern als jemand, der verstehen will. Wirklich verstehen.
Ich startete mit einem IPL-Gerät. Wechselte auf einen Diodenlaser. Und mit dem richtigen Gerät, in den richtigen Händen, passierte endlich das, wovon ich zwanzig Jahre geträumt hatte.
Seitdem habe ich unzählige Frauen behandelt, die denselben Leidensdruck kennen. Frauen, die einen Rasierer in der Handtasche tragen. Die sich mittags heimlich im Bürobad rasieren. Die nie über das sprechen, was sie täglich beschäftigt.
"Für mich beginnt jede Behandlung mit dem Zuhören, denn nur wer wirklich versteht, was eine Frau belastet, findet die Behandlung, die wirklich passt."
Von 2017 bis 2023 führte ich mein erstes Institut. Heute bin ich zurück, mit allem, was ich in dieser Zeit gelernt und erlebt habe, und demselben Versprechen: Ich werde dir die Wahrheit sagen. Auch wenn sie unbequem ist.
Ich werde dir nie erzählen, was du hören möchtest. Nur das, was dich wirklich weiterbringt. Auch wenn das bedeutet, dass eine Behandlung bei dir nicht sinnvoll ist.
Ich kenne das, was viele meiner Kundinnen mitbringen, nicht aus einem Lehrbuch, sondern aus zwanzig Jahren eigenem Erleben. Das verändert, wie ich zuhöre.
Schönheit braucht Vertrauen. Und Vertrauen entsteht, wenn Worte und Ergebnisse übereinstimmen. Das ist der Anspruch, mit dem ich jeden Termin beginne.
Ich bin nicht die Nächste, die sich am Beauty-Markt etabliert, indem sie Menschen einredet, sie müssten in eine Schablone passen, die die Gesellschaft irgendwie vorgibt. Eine Schablone, in die sowieso niemand wirklich reinpasst, weil jeder Mensch anders ist. Individuell. Einzigartig.
Wenn du mit dir im Reinen bist: wenn du in den Spiegel schaust und ein gutes Gefühl hast, egal ob mit Falten, starkem Haarwuchs, großen Poren oder was auch immer, dann ist meine Botschaft an dich: Bleib so, wie du bist. Niemand hat dir vorzuschreiben, wie du aussehen musst, um dich selbst lieben zu dürfen. Das bestimmst nur du.
Wenn du aber etwas an dir verändern möchtest, etwas, das dich schon lange beschäftigt und wofür ich ein Angebot habe, dann bist du herzlich willkommen. Wir schauen gemeinsam, ob und wie ich dir helfen kann. Was dein Wunsch ist. Was realistisch möglich ist. Und wenn du dann sagst: Ja, ich möchte diesen Weg gehen, dann sehe ich das als großes Geschenk. Als etwas, das ich nicht für selbstverständlich halte.
Schönheit definiert jeder für sich selbst.
Wahre Schönheit entsteht, wenn man von innen
und von außen schön ist, für sich.
Dann strahlt man.
Du hast dich lange genug für das geschämt,Sarah Rabe · Inhaberin beautifulista
das du dir nicht ausgesucht hast.
Schönheit braucht Mut
und jemanden, dem du vertrauen kannst.
Kein Formular, keine Wartezeit, kein Callcenter. Schreib mir auf WhatsApp, ich antworte persönlich. Oder buch direkt einen Termin.